David Frommhold
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sunset wayfarers 012025Group Privatwohnung, Berlin Salz und Brot
geteilter Horizont2025Double Jenaer Kunstverein Image of third topology · geteilter Horizont · Bühnenraum
Partial Recall2024Group Bauhaus Ateliers 002, Weimar Vorhaben 1
Havens2024Group Nova Space Ein Bild von Himmel · Geräusch – R225B3
If we were made for one day2024Group A:I:M If we were made for one day
Paradies → 50m2024Triple Galerie52, Folkwang Universität der Künste Shopping Complex R178B3 / R171B17 · Mama said · A touch of class R182B7 · Strassenmöbiliar · Banden Konstellationen
Expect the Unexpected2023Group Kunstmuseum Bonn Person (a)

In unfertigen Landschaften stehen die Hinterlassenschaften der alten Baumeister.
Im Zorn zurückgelassen erstrecken sich unfruchtbare Felder von Horizont zu Horizont, in Nutzlosigkeit den pubertären Architekturen ähnelnd, im Stillstand gleichend.
In dieser unwirklichen Welt, dieser unfertigen, stehe ich zwischen Himmel und Erdboden, im Dunst der Phosphordämpfe verschwindend.
Fäulnis befällt die Bäume, die Wiesen, die Tiere. Sie kehren das Innere zum Äußeren um — die verpesteten Lungen muten an wie Rosinen im Glas konserviert.
Es rumort im Untergrund, während ewig anhaltende Umwälzungen eine Veränderung vortäuschen und meine Zukunft belügen, sie aushöhlen, bis nur eine Hülle bleibt — eine Haut wie bei einer gehäuteten Schlange.
Es sirrt und knackt dabei — und von den Gasen verwirrt zertrümmert ein Schwein seinen Schädel an einer roten Backsteinmauer.

Wir lebten in einer Welt, die sich selbst bereits überlebt zu haben schien.
Unsere Vergangenheit wirkte eingefroren, unerreichbar — als hätte sie aufgehört, uns etwas zu schulden. Jede Form trug Gebrauchsspuren, jede Sprache hatte schon jemand anderem gehört.
Wir waren auf der Suche nach einer neuen Geschichte, unserer eigenen. Und wir stürzten uns auf diese neue Geschichte, getrieben von dem Verdacht, dass die gewöhnliche Sprache sie nicht erzählen konnte.
Alles schien darauf hinzudeuten, dass wir beim Erzählen unserer neuen Welt die alte würden verleugnen müssen.
Unter diesen Umständen fanden wir uns im Herzen einer Gesellschaft zusammen und bauten eine Mikrogemeinschaft auf, die in ihrer Handlungsfähigkeit von innen spürbar und von außen nicht zur Kenntnis genommen wurde. Das störte uns weniger, als man hätte erwarten können.
Kunst war zwar nicht das Ziel, aber die Methode, um unseren speziellen Rhythmus zu rekalibrieren und die verloren gegangenen Möglichkeiten unserer Zeit zu ergründen.
Wir bewegten uns zu auf Formen der Kommunikation, die im Vollzug Verständigung abseits von Mitteilung erlaubten — auch wenn wir daran immer wieder scheitern sollten.
Verbunden durch Freundschaft und Überschwang füllten wir die Stille um uns herum mit dem, was wir hatten: Wünschen, Ängsten, Fantasien — und dem Wissen, dass die neue Welt genauso wahrscheinlich war wie die alte.

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David Frommhold investigates the afterlives of images and objects that have been removed from their original contexts and placed in new constellations. His artistic practice moves between image and object, archive and display, and examines how meaning emerges through processes of collecting, transforming, and exhibiting.

Born in Freiburg im Breisgau Lives and works in Weimar
Education
Diplom, Fine Arts2026 Bauhaus-Universität Weimar supervised by Björn Dahlem and Karla Zipfel
Guest studies Ulster University, Belfast · HGB Leipzig · Iceland University of the Arts, Reykjavík
Exhibitions Contact work[at]davidfrommhold.zone Instagram
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